Einer der schönsten Berge der Alpen ist ohne Zweifel das Matterhorn. Der französische Name des Berges lautet Mont Cervin, der italienische Name ist Monte Cervino und auf walliserdeutsch heißt er ds’Hore. Mit einer Höhe von knapp 4500 m zählt er auch zu den höchsten Bergen der Alpen.
Geologisch betrachtet ist das Matterhorn ein Trümmerstück der Ostalpen, das durch tektonische Prozesse auf die Westalpen aufgeschoben wurde. Seine Basis ist aber noch westalpinen Ursprungs.
Der Berg lockte wegen seiner Schönheit und seiner Schwierigkeiten immer wieder Bergsteiger an. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts unternahmen Generationen von ihnen ungezählte Versuche, ihn zu besteigen. Dabei ereigneten sich zahlreiche schwere Unfälle. Erst im Jahre 1865 gelang die erstmalige Besteigung. Vier der sieben Erstbesteiger mussten den Triumph jedoch mit dem Tod bezahlen.
Noch sehr lange Zeit allerdings blieb die Besteigung des Gipfels über die Nordwand weiterhin ein Traum von Bergsteigern aus aller Welt. Wegen ihres imposanten Erscheinungsbildes und der kletterischen Schwierigkeit war diese Wand viele Jahrzehnte lang der Traum und Mythos eines jeden Bergsteigers. Erst im Sommer des Jahres 1931 gelang die erstmalige Besteigung des Gipfels über die Nordwand den Brüdern Toni und Franz Schmid. Auch die Besteigung der Horns über die anderen Routen (den Nordostgrat, den Nordwestgrad, den Südost- und den Südwestgrat, über die Ost-, West- oder Südwand) stellen alpinistische Herausforderungen der höchsten Schwierigkeitsgrade dar.
Im Jahre 1950 wurde von einem italienischen Grafen die Errichtung einer Seilbahn zum Gipfel geplant. Auf Grund massiver Proteste vieler Anwohner und Naturschützer wurde dieses Projekt zum Glück wieder gestoppt. Darauf hin wurde das Matterhorn als schützenswertes Naturwunder erklärt. Für eine hier nicht genannte Schweizer Schokoladenfirma stellte der Kopf des Gipfels wegen seiner markanten, einer Pyramide ähnlichen, Form die Vorlage für die Erschaffung einer bestimmten Schokoladenspezialität dar.